top of page
ff90be_4000890da57245a6ba09457f7d9f9a3e-

Frage:

Aber wie kann ich denn Jemanden lieben, von dem ich nichts weiss? Ich muss doch etwas wissen, um es zu lieben!

 

Antwort:

 

Nun, ich verliebe mich in einen Menschen. Warum grade dieser Mensch? Weil irgendetwas, das ich nicht benennen kann, "passt" zwischen ihm und mir. Im Laufe der Jahre lernt man sich kennen, wächst Liebe, Vertrauen, Intimität, man wächst zusammen. Ansichten gleichen sich einander an, Gesichtszüge werden einander ähnlich, Bewegungen, Gewohnheiten.
Da steckt für mich das Wissen um den anderen: wie geht es ihm, wozu braucht er dieses oder jenes, was meint er, wenn er dies oder jedes sagt, wie findet er dieses Gedicht oder was sagt er, wenn er diese Pflanze sieht, ich kenne seinen Körper wie meinen eigenen und er den meinen wie den seinen.
Es ist kein intellektuelles Wissen - es ist ein Wissen des Anderen von sich selber aus seinen Augen, es ist emotionales, intuitives Wissen, es ist ein Wissen aus Erfahrung (je länger ich mit dem anderen lebe, desto mehr Erfahrungen habe ich) - und ein Wissen durch die "Verschmelzung" im Alltag und in besonderen Situationen.
So sehe ich es - die Verschiedenheit, die Notwendigkeit, bzw. das Bedürfnis nach Abgrenzung ist von Mensch zu Mensch und von Paarbeziehung zu Paarbeziehung anders. Aber nach 50 oder mehr Jahren hat sich das auch eingependelt.

Ähnlich läuft es für mich auch in der Gottesliebe. Es ist dies eine zutiefst mystische Liebe, eine andere kann ich mir nicht vorstellen.
Mit dem Unterschied, dass ich mich mehr anzugelichen versuche, als der jenseitige Partner.
Es braucht Erfahrungen (keine Vorstellungen) über Jahre, Jahrzehnte hinaus.
Wissen wird einem zuteil - von und über den jenseitigen Partner, aus seiner Sicht dieser und der jenseitigen Welt.

Frage:

Es gibt noch eine andere Liebe, ……… die Liebe die Gott letztendlich von uns Menschen erwartet, die allumfassende Liebe.
Man muß sich vorstellen, einen Menschen der einem Böses angetan hat zu lieben, Das heißt, wenigstens nicht zu hassen. Das ist das einzige Gesetz Gottes was im Himmel und auf der Erde seine Berechtigung hat.
Bei den Katholiken gelten ja die Zehn Gebote. Sie sind alle hinfällig wenn man das Gebot der Liebe befolgt.
Denn den man liebt bestiehlt, belügt, tötet u.s.w. man nicht. Also sollten wir uns bemühen dieses Gesetz zu befolgen. Es ist nicht leicht, aber wenn wir das können, sind wir sicher dem Himmel sehr nahe.

 

Antwort:

 

Und da ich Gesetze und Gebote nicht leiden kann, liebe ich einfach Gott (ich nenne es anders, aber das Wort wird allgemein verstanden). Das Andere folgt dann aus der innigen Verbindung zum göttlichen Liebsten.

 

Ich (ich rede jetzt nur von mir) werde zu der Liebe, von der Du redest. Das wird nur möglich sein, wenn ich im Zustand der Gottesliebe bin. Denn dann werde ich, im Laufe der Zeit, zu der Liebe „begabt“ werden, mit der Gott liebt.
Ich werde "emporgehoben" zum "Partner", gleiche mich ihm an - bis ich irgendwann nicht einmal mehr von mir weiss.

bottom of page